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Die Goetheanumbauten als Schlüssel für eine Organische Architektur der Gegenwart Liebe Kollegen, liebe Freunde, liebe Interessierte.in der diesjährigen Studienwoche wollen wir uns neu mit der
Fähigkeitsbildung zum Organischen Bauen befassen. Im vorigen Jahr haben wir den Versuch unternommen, eine Beziehung zwischen dem Tonerleben der Intervalle und den Formbewegungen des Architravs im großen Saal des Ersten
Goetheanums herzustellen. Daraus ist der Wunsch entstanden, an dem Zusammenhang des Musikalischen mit dem Organischen Bauen weiterzuarbeiten. Rudolf Steiners Ausspruch vom 22. August 1924 (GA 243): „Der Dornacher
Goetheanum-Bau war im Musikalischen gehalten. Daher ist er als Architektur und Plastik und Malerei vorläufig so wenig verstanden worden. Auch derjenige, der entstehen soll, wird eben aus diesem Grunde schwer verstanden,
weil das Musikalische ganz im Sinne der Menschheitsentwicklung in das Plastisch-Malerische, Bildhauerische hineingeführt werden muss." -weist in die Richtung in der das Bemühen um die Fähigkeitsbildung für das
Organische Bauen liegen kann. Neben den künstlerisch-praktischen Übungen in der Eurythmie, in Hörstudien und im Plastizieren, wollen wir die Aufmerksamkeit auf das Ganze des Ersten Goetheanums richten und die
Beziehungen der Formen und Farben in den beiden Kuppelräumen erleben und untersuchen. Es wird uns auch die Frage beschäftigen, wie die Erfahrungen, die wir mit den Gesetzmäßigkeiten der Goetheanumbauten machen, für die
Realisierung moderner Wohn- und Zweckbauten nutzbar werden können. Alle Interessiert, Architekten, Eltern, Lehrer - Fachleute und Laien - sind herzlich eingeladen.
Mit freundlichen Grüßen ,
für den Studienkreis zum Bauimpuls Rudolf Steiners Ulrich Schöne |